Oder: Bin ich noch ganz dicht?
Luftdichtheitsklassen gehören zu den Grundlagen der Raumlufttechnik, sorgen in der Praxis aber oft für Verwirrung: Was bedeutet LDK, was ATC, und worin unterscheiden sie sich? Beide Kürzel beschreiben die Luftdichtheit, beziehen sich aber auf unterschiedliche Dinge. Und bald kommt Bewegung in die Begriffe, denn eine neue Norm steht vor der Tür.
In diesem Artikel klären wir, was hinter LDK und ATC steckt, wie die Klassen zusammenhängen und was Sie in der Praxis beachten sollten.
Jede Undichtigkeit in einer Luftleitung bedeutet: Luft geht verloren, bevor sie dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Das hat mehrere Folgen:
Damit sich die Luftdichtheit einer Anlage planen, vorgeben und nachweisen lässt, gibt es Luftdichtheitsklassen.
In der Raumlufttechnik gibt es zwei Bezeichnungen für die Luftdichtheitsklassen. Der Unterschied liegt darin, was betrachtet wird:
Einfach gesagt: Die LDK sagt, wie dicht das Bauteil ist. Die ATC sagt, wie dicht das Gesamtsystem ist, das daraus entsteht.
Die Klassen für Bauteil und Anlage lassen sich einander zuordnen. In der Tabelle gilt: Je weiter unten, desto dichter.
| Bauteil (DIN EN 1507 / DIN EN 12237) | Anlage (DIN EN 16798-3) |
|---|---|
| LDK A | ATC 5 |
| LDK B | ATC 4 |
| LDK C | ATC 3 |
| LDK D | ATC 2 |
Die Luftdichtheit einer Anlage hängt nicht nur von der Qualität der einzelnen Bauteile ab. Auch die Montage spielt eine Rolle, denn jede Verbindung ist eine potenzielle Schwachstelle.
Deshalb ist es wichtig, die Klassen richtig einzuordnen:
In unseren Artikeltexten geben wir die LDK immer mit an. So erkennen Sie auf einen Blick, welche Luftdichtheitsklasse das jeweilige Bauteil erfüllt.
Bei den Luftdichtheitsklassen steht eine Änderung an. Die neue Norm DIN EN 18289 erscheint voraussichtlich im Mai 2027. Dann wird aus der LDK die Bezeichnung ATCcomponent. Damit wird die Begrifflichkeit vereinheitlicht: Die Bauteilklasse bekommt ebenfalls die Bezeichnung ATC.
Wir halten Sie auf dem Laufenden und informieren Sie rechtzeitig über alle Neuerungen, damit Sie bei Planung, Ausschreibung und Bestellung sicher bleiben.
Ob Ihre Anlage die geforderte Klasse tatsächlich erreicht, zeigt nur eine Prüfung. Unser Service-Mobil kommt zu Ihnen und prüft Ihr System auf Leckagen nach DIN EN 16798-3, DIN EN 1507 und DIN EN 12237.
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