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Luftdichtheitsklassen: LDK und ATC einfach erklärt

Oder: Bin ich noch ganz dicht?

Luftdichtheitsklassen gehören zu den Grundlagen der Raumlufttechnik, sorgen in der Praxis aber oft für Verwirrung: Was bedeutet LDK, was ATC, und worin unterscheiden sie sich? Beide Kürzel beschreiben die Luftdichtheit, beziehen sich aber auf unterschiedliche Dinge. Und bald kommt Bewegung in die Begriffe, denn eine neue Norm steht vor der Tür.

In diesem Artikel klären wir, was hinter LDK und ATC steckt, wie die Klassen zusammenhängen und was Sie in der Praxis beachten sollten.

Lesezeit
3 Minuten

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Warum ist Luftdichtheit so wichtig?

Jede Undichtigkeit in einer Luftleitung bedeutet: Luft geht verloren, bevor sie dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Das hat mehrere Folgen:

  1. Energieeffizienz: Leckluft muss trotzdem gefördert und gegebenenfalls erwärmt oder gekühlt werden. Undichte Anlagen verschenken Energie und erhöhen die Betriebskosten.
  2. Funktion der Anlage: Geht auf dem Weg Luft verloren, stimmen die geplanten Volumenströme an den Auslässen nicht mehr. Die Anlage arbeitet nicht so, wie sie ausgelegt wurde.
  3. Komfort: Undichte Stellen können zu Strömungsgeräuschen führen. Zudem müssen Ventilatoren oft mehr leisten, als eigentlich nötig wäre.

 

Damit sich die Luftdichtheit einer Anlage planen, vorgeben und nachweisen lässt, gibt es Luftdichtheitsklassen.

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Zwei Bezeichnungen, zwei Blickwinkel

In der Raumlufttechnik gibt es zwei Bezeichnungen für die Luftdichtheitsklassen. Der Unterschied liegt darin, was betrachtet wird:

  1. LDK (Luftdichtheitsklasse) nach DIN EN 1507 / DIN EN 12237: Die LDK beschreibt die Luftdichtheit des einzelnen Bauteils, also von Kanal, Kanalformteil, Rohr oder Rohrformteil.
  2. ATC (Air Tightness Class) nach DIN EN 16798-3: ATC ist die englische Bezeichnung für die Luftdichtheitsklasse. Sie beschreibt die Luftdichtheit des Stranges, also der Installation aus Bauteilen und Komponenten, oder der gesamten Anlage.

 

Einfach gesagt: Die LDK sagt, wie dicht das Bauteil ist. Die ATC sagt, wie dicht das Gesamtsystem ist, das daraus entsteht.

Welche LDK entspricht welcher ATC?

Die Klassen für Bauteil und Anlage lassen sich einander zuordnen. In der Tabelle gilt: Je weiter unten, desto dichter.

Bauteil (DIN EN 1507 / DIN EN 12237)Anlage (DIN EN 16798-3)
LDK AATC 5
LDK BATC 4
LDK CATC 3
LDK DATC 2

Was bedeutet das für die Praxis?

Die Luftdichtheit einer Anlage hängt nicht nur von der Qualität der einzelnen Bauteile ab. Auch die Montage spielt eine Rolle, denn jede Verbindung ist eine potenzielle Schwachstelle.
Deshalb ist es wichtig, die Klassen richtig einzuordnen:

  • Bauteile: Hier ist die LDK die relevante Kerngröße. Sie finden sie in den Produktangaben.
  • Gesamtanlage: Hier zählt die ATC, also das Ergebnis aus Bauteilen, Komponenten und der Ausführung vor Ort.

 

In unseren Artikeltexten geben wir die LDK immer mit an. So erkennen Sie auf einen Blick, welche Luftdichtheitsklasse das jeweilige Bauteil erfüllt.

Ausblick: Neue Norm ab ca. Mai 2027

Bei den Luftdichtheitsklassen steht eine Änderung an. Die neue Norm DIN EN 18289 erscheint voraussichtlich im Mai 2027. Dann wird aus der LDK die Bezeichnung ATCcomponent. Damit wird die Begrifflichkeit vereinheitlicht: Die Bauteilklasse bekommt ebenfalls die Bezeichnung ATC.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und informieren Sie rechtzeitig über alle Neuerungen, damit Sie bei Planung, Ausschreibung und Bestellung sicher bleiben.

Ob Ihre Anlage die geforderte Klasse tatsächlich erreicht, zeigt nur eine Prüfung. Unser Service-Mobil kommt zu Ihnen und prüft Ihr System auf Leckagen nach DIN EN 16798-3, DIN EN 1507 und DIN EN 12237.

Ansprechpartner / Kontakt

airleben Technik-Abteilung

technik@airleben.de

03621 – 514 45 112